Sportstadt Cottbus

D ie Sportstadt Cottbus, dass sind fast 22.000 organisierte Mitglieder in 135 Vereinen. Somit ist jeder fünfte Cottbuser sportlich aktiv. Mit dem Finalwochenende von “Mission Olympic” 2010 konnte Cottbus seine Leidenschaft und Verbundenheit zum Sport beeindruckend präsentieren. Cottbus gehört zum Olympiastützpunkt Brandenburg. Am Standort werden die Schwerpunktsportarten Radsport und Turnen betreut.

Sportarten

Eine lange Tradition verbindet die Stadt Cottbus mit dem Sport. 1861 gründete sich der erste Turnverein der Stadt. Erste Medaillen bei Olympia und Weltmeisterschaften sammelten Athleten mit Beginn der 60er Jahre. Der Sportclub Cottbus war das sportliche Leistungszentrum für den Südosten der DDR. Im Gründungsjahr 1963 wurden die Sektionen Leichtathletik und Boxen gebildet, 1969 kam der Radsport und 1975 die Sektion Turnen hinzu. Im Zuge der gesellschaftlichen Verhältnisse nach dem Ende der DDR löste sich der SC Cottbus 1992 in neu gegründete Sportvereine auf, die nach wie vor die Stützpfeiler der Cottbuser Sportlandschaft bilden. Besonders eindrucksvoll ist die jüngere Geschichte der Fußballer des FC Energie Cottbus. Das Team stand 1997 im DFB-Pokalfinale und ist bisher zweimal in die Bundesliga aufgestiegen.

Sporterfolge

Auf dem Olympia-Weg vor dem Cottbuser Rathaus sind bisher 44 Olympiamedaillengewinner der Stadt Cottbus mit einer Plakette verewigt. Schon 1896 bei der Premiere in Athen gewann Gustav Schuft zwei Silbermedaillen im Turnen und etablierte damit eine Lausitzer Turntradition. 76 Jahre später bei den Olympischen Spielen 1972 in München begann die erfolgreiche Ära der Cottbuser Olympioniken. 1988 in Seoul gewannen Athleten des SC Cottbus 14 mal Edelmetall. Nicht zu vergessen ist der historische Sprung der Rosemarie Ackermann, die 1977 beim ISTAF in Berlin als erste Frau die Zwei-Meter-Marke übersprang. Hinzu kommen zahlreiche Welt- und Europameistertitel, die ausnahmslos die Stärke und Vielfalt der Sportstadt Cottbus repräsentieren.

Sportzentrum

Als ein Grundstein für eine exzellente Nachwuchsarbeit und erfolgreichen Spitzensport dient das Sportzentrum. Es ist im Land Brandenburg eine der größten und modernsten Sportanlagen. Zum Komplex gehören ein Leichtathletikstadion, ein Radstadion, Fußballplätze, eine Turnhalle, eine Leichtathletikhalle, eine Mehrzweckhalle und eine Boxhalle. 2010 wurde die neue Leichtathletikhalle mit vier Rundbahnen und einem seperatem Wurfbereich eingeweiht. Die Lausitz-Arena als Sportmehrzweckhalle ist in 2 separaten Hallen angeordnet. Bei Großveranstaltungen können bis zu 2000 Besucher Platz finden. Das Radstadion gilt als eine der schnellsten Bahnen Europas und ist auf 333,33 Metern halb-überdacht. Das Leichtathletikstadion entspricht internationalen Standards. 1985 fanden hier die Junioren-Europameisterschaften statt. Auf den Fußballplätzen wird der DFB-Nachwuchs ausgebildet. Die Lausitzer Sportschule erhielt 2006 als erste Sportschule Deutschlands den Zusatztitel “Eliteschule des Fußballs”.

Veranstaltungen

Zu den jährlich wiederkehrenden sportlichen Höhepunkten gehört seit 1991 das hochkarätig besetzte Lausitzer Leichtathletik-Meeting. 2003 entstand als Pendant zur Freiluftveranstaltung die Idee für ein Internationales Springermeeting in der Lausitz-Arena. Diese Halle nutzen auch die Turner für ihren international angesehenen Weltcup “Turnier der Meister”. Der Nachwuchs ist jedes Jahr beim renommierten GWG-Nachwuchscup am Start. Mehrere nationale Meisterschaften richten die Bahnradsportler aus. Die neu erbaute BMX-Strecke an der Spree war erstmalig 2010 Austragungsort für Deutsche Meisterschaften.
Erlebbar wird die sportliche Vielfalt insbesondere bei den vielen Breitensportveranstaltungen unserer Vereine. Citylauf oder Oktoberlauf des LC Cottbus, Drachenbootrennen des LOK RAW oder 24h-Schwimmen der DLRG Cottbus.